Meine
Motorrad-gespanne

 

 

 


 


 

 

 

 

Im April 1995 kaufte ich ein Dnepr MT 11

650 ccm, etwa 27 Ps


Der Motor wurde gleich zu Anfang zerlegt und mit SKF-Lagern versehen.
Für die ersten Probefahrten hatte ich ein rotes Kennzeichen.
Zur Abnahme fuhr  der Verkäufer und ich zum Tüv nach Marne.    Der Prüfer war soweit zu Frieden, dann die Probefahrt.  Mit Helm und Handschuhe ausgerüstet stieg der Prüf-Ingenieur auf das Gespann und verschwand hinter der nächsten Kurve.....
und hat es gedauert, die Zeit verging nicht.... viele Gedanken schwirrten da herum... Panne.... liegen geblieben ....
nach über 30 Minuten tauchte der Tüv-Onkel wieder auf..... und der Daumen ging nach Oben.

Das Gespannfahren ist stark Gewöhnungsbedürftig und bedarf einiges an Übung, auf einem verlassenen Parkplatz brachte mir ein Freund einiges bei.

Dann ging es auch zu einigen Treffen mit Zelt und Kochgeschirr. Die Qualität des Materials war nicht besonders, es ging viel kaputt.
Auf einem Treffen in Berne Julius Plate ging nichts mehr, das Zahnrad am Hinterrad Getriebe bekam massiven Zahnverlust. von Fa Warnke aus Lehnsteht bekam ich Ersatz.
Dann kam ein Kühlproblem, der Motor wurde schnell zu warm. Als Lösung währe eine Vergrößerung der Schmieröl Menge von 2 auf 3 Liter.

Ich dann zu einer Gießerei in Pinneberg, der schickte mich zu einem Modellbautischler...Langes Gespräch, am Ende baute ich selber ein Holzmodel, der Tischler begutachtet das Model, kleine Korrekturen und in die Gießerei.  Der Meister arbeitete mit grobem Formsand, am Ende war die Oberfläche  der neuen Ölwanne genau so, wie der Motorblock. Das sah dann aus, als ob das immer dran war.
Leider habe ich keine Bilder davon, nur weiß ich noch, 2,1 Kg schwer war das neue Teil.

Durch die Doppenvergaser verbrauchte der Motor 8,5 bis fast 10 L auf 100 Km, das Russenmotorrad kühlt eben auch mit dem Brennstoff, Die Geschwindigkeit lag bei 90...100 Km/h
Im November 2002 verkaufte ich das Gespann.

 

2007 kauften wir ein Yamaha-Gespann XVZ 12

Mit diesem Gespann unternahmen wir auch viele Urlaubstouren mit Zelt und Schlafsack. Für kleinere Touren hatte ich die Enfield Diesel.

Im Jahre 2008 waren wir auf dem EGT in Röddinghausen
2010 in Weißwampach, Luxemburg auch EGT und noch viele schöne Fahrten und Treffen

 

2008 kam ein Anhänger dazu



 

 

 

 

 

 

2009 kam noch ein anderes 3-Rad                  

Nur hatten wir da gleich eine eine große Tour gemacht und hatten danach jeder einen "Pavian-Hintern".  Dann kam das Problem, dass die Kette immer ablief. Das Antriebsrad ließ sich nicht fest genug schrauben.
Später habe ich einen Kettenspanner gebaut, Dann machten wir noch mal eine kleine Tour,  Seitdem steht das Fahrrad in der Garage

 

2011 bekam die Enfield ein 3. Rad 

Endlich kam am 25.06.2011 der Diesel mit dem Seitenwagen zurück nach Elmshorn
Erste Probefahrt..... im 4.Gang zieht der Motor nicht mehr.
Nach Diskussionen Im Enfield-Forum Anders Ritzel mit 17 Zähne bestellt.
Tage später Ritzel gewechselt, war nicht ganz einfach, der ganze Primärtieb sammt Gehäuse musste abgebaut werden.
Die Antriebskette wechselte ich auch gleich mit.
Bei der nächsten Probefahrt stellte sich heraus, die Gabelfedern sind zu weich, bei Feder-Wirth neue bestellt und diese in einer Motorrad einbauen lassen.
Mitte August sind wir so zum Enfieldtreffen nach Königshofen-lauderbach gefahren.

Von dort dann weiter nach Rothenburg ob der Tauber, wo wir eine Ferienwohnung für die kommende Woche gemietet hatten.
Am Montagabend, den 22.8 stellten wir einen ganz kleinen Riss im Tank fest.
Bei der nächsten Tankstelle suchten wir was zum Drunter stellen und besorgten uns 3 Reservekanister.
Mit einem halben liter Diesel fuhren wir wieder zum Campingplatz. Am 23.8 fuhren wir morgens zur Motorradwerkstatt "Flo". Hier bekam ich einen Ersatztank, meiner blieb zum Schweißen. Die Ventile wurden gleich noch mit eingestellt.
Am nächsten Tag fand ich am Hinterrad 2 gebrochene Speichen, die ich selber tauschen konnte. Einen Tag später konnte ich meinen geschweißten Tank wieder bekommen. Da ich zwei gebrochene Speichen fand wollte ich verstärkte Speichen am Hinterrad haben, somit bekam ich nun ein Ersatzrad. Zwei Tage später hatte der nette Monteur "Flo" auch dieses Rad fertig Umgespeicht damit es wieder bei meiner Enfield eingebaut werden konnte. Am 20.8 17Uhr bei Schwester in Eitorf
Die Heimfahrt begann am 28.8 von Rothenburg nach Eitorf, wo eine Schwester von mir wohnt. Dann weiter über Oberhausen, einen Freund besuchen nach "EGT", wo wir ein Hotel nahmen. Der letzte Reisetag ging dann nach Hause. Dieser war auch der ungemütlichste. Einige Regenschauer mussten wir durchfahren. Das norddeutsche Wetter hatte uns wieder.
Im Frankenland war durchweg sonniges, warmes Wetter.
Gesamt fuhren wir 2536 Km. Der Brennstoffverbrauch lag im Schnitt bei 2,89 Liter/100Km
Die Höchstgeschwindigkeit auf gerader Strecke liegt bei 75 Km/h, bei Gegenwind oder Steigungen weniger. Bei einem Gesamtgewicht von etwa 500 kg und 11 Ps sind meine Erwartungen zum Gespannumbau bestätigt.
Die Reparaturen waren zwar nicht eingeplant, aber bis ein Solomotorrad ein richtiges Gespann wird, muss es durch die Zeit und Kilometer optimiert werden.
Für die Autobahnfahrten hatte ich vorher "62 Km/h" Klebeschilder angefertigt und hatten keine Probleme. Geplant waren wenige Kilometer auf den Schnellstrassen, nur wo das Wetter Herbstlicher und regnerischer wurde, wähle ich mehr die Schnellstrassen.

 

 

 

 

   

Kurz bevor ich 2017 in Rente ging, ließ ich den neuen Motor 1B50 einbauen, der hat 516 ccm, etwa einen Ps mehr, aber deutlich bessere Abgaswerte.

 

Weiter mit dem Dach über den Kopf